W I – Maßnahme 3: Biodiversität – Streuobstwiese und Neophytenmanagement

Inhaltliche Beschreibung der Maßnahme

Die im Rahmen der vorherigen Projektphase angelegte Streuobstwiese wird weiterhin betreut. Um deren langfristigen Erhalt zu sichern werden die älteren Bäume fachgerecht gepflegt und Baumschnittkurse für die Bevölkerung durchgeführt. Diese Kurse vermitteln praktische Kenntnisse, die eine nachhaltige Nutzung und Pflege von Streuobstwiesen fördern. Außerdem werden hochstämmige Obstbäume verteilt und eine Veranstaltung organisiert in der die mitgebrachten Obstsorten der Teilnehmer: innen bestimmt werden.

Aufbauend auf dem in der Anpassungsphase erstellten Neophytenleitfaden werden Maßnahmenpläne zur Eindämmung invasiver Neophyten entwickelt, die gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse der Region eingehen. Ergänzend dazu finden Rodungsaktionen, ähnlich einer Flurreinigung statt, bei denen die Bevölkerung aktiv eingebunden wird. Die Bezeichnung Rodung bezieht sich darauf, dass die Pflanzen nicht gemäht, sondern mit den Wurzeln entfernt werden. Diese Aktionen dienen nicht nur der Beseitigung von Problemflächen, sondern fördern auch das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen invasiver Arten auf die heimische Flora und Fauna.

Durch diese Maßnahmen wird die Biodiversität in der Region gestärkt, die Kulturlandschaft bewahrt und ein wichtiger Beitrag zur ökologischen Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels geleistet.

Leistungsindikatoren:

  • 2 Pflegemaßnahmen für die Streuobstwiese
  • 2 Baumschnittkurse
  • 1 Veranstaltung zur Obstsortenbestimmung
  • 1 Verteilaktion hochstämmiger Obstbäume
  • 2 Vorträge über den Nutzen und die Pflege von Streuobstwiesen
  • 4 Vorträge über den richtigen Umgang mit Neophyten
  • 2 Neophytenmanagementpläne
  • 12 Neophytenrodungen

Die erste Pflegemaßnahme für die Streuobstwiese wurde bereits im März 2025 durchgeführt, zählte aber nicht zu den Leistungsindikatoren der Weiterführungsphase. Die Zweite im März 2026. Eine weitere Pflege ist für März 2027 vorgesehen.


Im Herbst 2025 wurden 3 Obstbaumschnittkurse durchgeführt. Zuerst waren nur zwei eingeplant, durch die hohe Nachfrage wurde aber ein weiterer Ersatztermin geöffnet.

Im März 2026 wurde ein vierter Obstbaumschnittkurs angeboten. Zusätzlich fand ein zweiter Vortrag zu Streuobstwiesen statt:


Am 04. Oktober 2025 wurde eine Obstsortenbestimmung mit Vortrag zum Thema „Streuobstwiese“ veranstaltet.


Die Verteilaktion hochstämmiger Obstbäume wurde gemeinsam mit der „Verteilaktion von klimafitten Baumarten“ aus Maßnahmen 2 am 06. und 07. Oktober 2025 durchgeführt.


Es wurden über den ganzen Sommer 5 Vorträge über den Umgang mit Neophyten und 10 Neophytenrodungen von Springkraut, rießen Bärenklau, japanischer Staudenknöterich und kanadische Goldrute durchgeführt.


Im April 2026 wurde ein Neophytenmanagementplan für die Gemeinde Treffen am Ossiacher See sowie die Gemeinde Steindorf am Ossiacher See fertiggestellt. Die Pläne sind ausschließlich mit dem in der letzten Umsetzungsphase erstellten E.C.O Neophytenleitfaden zu verwenden und bauen auf das bereits vorhandene Wissen in den Gemeinden – durch Workshops in der Umsetzungsphase – auf.

Die Pläne werden laufend mit aktuellen Kartierungen aktualisiert und den Gemeinden zur Verfügung gestellt.


Im März 2026 wurden weiters zwei Workshop zum Thema „Waldgarten“ abgehalten. Die Workshopreihe ergänzt die bestehenden Vorträge zu Streuobstwiesen durch das Wissen über essbare, mehrschichtige Landschaften. Die Teilnehmer:innen lernten, wie man durch robuste Pflanzen und natürliche Kreisläufe die Artenvielfalt stärkt und sich an den Klimawandel anpasst. Damit wird die langfristige Pflege der regionalen Natur gefördert und eine nachhaltige Nutzung unserer Kulturlandschaft gesichert.